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Gedanken zum fünften Todestag

Robert Enke fuenfter Todestag

Wie an jedem 10. November seit 2009 werde ich auch am heutigen Montag zwangsläufig den Tag vor fünf Jahren noch einmal durchleben. Ich werde mich um halb neun erinnern, dass Robert und ich um diese Zeit noch mit unserer Tochter am Frühstückstisch saßen, ich werde um kurz nach neun denken, jetzt gab Robert Leila noch einen Kuss, jetzt ging Robert zum letzten Mal aus dem Haus.

Der heutige 10. November wird immer auf schmerzhafte Art der Tag von Roberts Tod bleiben; an diesem Datum läuft für mich wieder und wieder der Tag des Jahres 2009 ab. Und doch verbinde ich mit dem 10. November 2009 nicht ausschließlich Roberts Tod, sondern auch den vielen Zuspruch, die unglaubliche Hilfe, die ich danach erhielt. Ich habe die Briefe nie gezählt, sind es tausende, sind es zehntausende, aber ich habe jedes einzelne Schreiben, das mir kondolierte, das mir Mut zusprechen wollte, aufbewahrt. Und es gab Momente, da wollte ich am liebsten jedem einzelnen, allen zehntausend zurückschreiben, so sehr bewegte mich das Mitgefühl. Kinder aus unserem Dorf brachten mir Essen, fremde Menschen schickten mir Hundefutter, weil sie annahmen, dass ich in der Trauer doch sicher keine Kraft für solch alltägliche Erledigungen wie Kochen oder Hundefüttern hätte. Dieser 10. November ist eine gute Gelegenheit, allen, denen ich nicht zurückschrieb, von Herzen Danke zu sagen.

Als ich am Wochenende im Landesmuseum Hannover die Schlangen vor der Ausstellung „Robert gedENKEn“ sah, spürte ich wieder dieses Gefühl, das sich oft bei der Lektüre von Kondolenzschreiben eingestellt hatte: eine Mischung aus Schmerz, Rührung und Dankbarkeit. Es ist ein überwältigendes Gefühl: zu wissen, dass Robert nicht vergessen ist. Teilweise warteten die Menschen zweieinhalb Stunden, geduldig und ruhig, um die Ausstellung über Robert zu sehen.

Vergessen ist in diesen Tagen auch nicht der Kummer, den der Zugführer, die Bahnangestellten und die Einsatzkräfte vor Ort erlebten. Daher möchte ich auch an dieser Stelle mein tiefes Bedauern und Mitgefühl bekunden. Robert hätte dies wahrscheinlich genauso empfunden. Er war eine pflichtbewusste und rücksichtsvolle Person. Die Krankheit Depression raubt Menschen leider dieses Einfühlungsvermögen und sie begreifen nicht mehr, welches Leid sie anderen mit ihrem Selbsttot antun können.

Für viele Menschen ist der 10. November aber nicht nur ein Tag der Erinnerung geworden, sondern auch ein Tag zu fragen: Was hat sich im professionellen Sport verändert? Oft wird die Antwort genauso schnell wie die Frage herausgeschossen: „Nichts!“ Doch behaupten, nichts habe sich seit Roberts Tod verändert, kann eigentlich nur, wer sich nicht informieren oder nicht genau hinschauen will.

Zunächst einmal wurden Depressionen im Leistungssport überhaupt als Krankheit wahrgenommen. Das mag banal klingen, ist aber ein gigantischer Schritt. Denn für Robert und viele Sportler mit seelischen Problemen vor ihm war es eine enorme Belastung, dass sie glaubten, sie müssten ihre Krankheit verheimlichen. Reinhold Mathy, ein Spieler des FC Bayern München in den Achtzigern, erzählte, er habe sich immer eine Zerrung oder Erkältung nehmen müssen, wenn er unter depressiven Verstimmungen litt.

Heute kann ein Fußballprofi, der seine Depressionen erkennt und um Hilfe bittet, mit öffentlichem Verständnis und einer qualifizierten Behandlung rechnen. Nach Roberts Tod haben Fachleute wie Dr. Frank Schneider und Dr. Valentin Markser in Kooperation mit der Robert-Enke-Stiftung an Universitätskliniken ein Netz von ambulanten Behandlungsstationen für Sportler mit mentalen Schwierigkeiten geschaffen. Das hat sich verändert! So haben wir einige Fälle erlebt, in denen Profisportlern erfolgreich aus der Dunkelheit geholfen werden konnte. Markus Miller, der Torwart von Hannover 96, der seine seelischen Belastungen öffentlich machte, in Behandlung ging und heute, zwei Jahre später, weiterhin erfolgreich seinen Beruf ausübt, ist ein wohlbekanntes Beispiel.

Trotzdem sind wir erst die ersten Schritte gegangen, indem die Depression als Krankheit überhaupt sichtbar wurde. In den Gremien der Robert-Enke-Stiftung höre ich immer wieder die Fachärzte argumentieren, es bräuchte im Leistungssport, gerade in den Nachwuchsteams, auch eine Prävention und routinemäßige Kontrolle in Sachen seelischer Gesundheit. Oft genug würden Depressionen gar nicht als solche erkannt, besonders im Leistungssport, wo die Akteure gelernt haben, Schmerzen und andere Krankheitssymptome zu verdrängen, zu überspielen. Mittlerweile arbeitet zwar die überwiegende Mehrheit der Bundesligavereine mit Sportpsychologen zusammen, doch sehr oft geht es bei deren Arbeit nur darum, die Leistung der Sportler zu verbessern. Es müsste im Umfeld eines jeden Bundesligisten auch einen Psychiater oder Psychologen als Anlaufpunkt geben, der sich um die seelische Gesundheit kümmert.

Ich bin bewegt, wie viele Menschen am 10. November an Robert denken. Ich wünsche mir, dass sie auch ab dem 11. November nicht vergessen, die Krankheit, die ihm das Leben nahm, zu bekämpfen.

50 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Frau Enke, vor 5 Jahren – auch am 10. November steckte ich mitten in einer grauenvollen depressiven Phase und fand aus dem Dunkel nicht heraus. Wie so oft hatte ich das Gefühl, „den Schlüssel“ nicht zu finden, zurück zu meinem Leben – dabei wollte ich doch im Dezember 2009 in den Senegal fliegen und das Land mit dem Rad bereisen.
    Ich kannte/kenne diese depressiven Anfälle seit ich 19 bin – und trotz später psychotherapeutischer Hilfe und einem grandiosen sozialen Netzwerk kam immer das Gefühl hinzu „du musst diesen abgründigen Zustand verstecken“, „du machst was falsch“ ..
    Ich interessiere mich nicht für Fussball (mein Vater war Torwart), aber der Tod Ihres Mannes hat mich in dieser Phase sehr erreicht. Plötzlich waren die Zeitungen und Fernsehsendungen voll mit dem Thema, das mich peinigte und mit dem ich ganz allein in mir war. Plötzlich wurde offen darüber gesprochen, aufgeklärt – und mich beeindruckte damals sehr, wie Sie die Kraft aufgebracht haben, das Tabu zu brechen und diese vermeintlich private Angelegenheit zu öffnen. Dafür will ich Ihnen seid 2009 schon danken. Diese Offenheit hat mein Leben nachhaltig verbessert und ich erwähne dieses Erlebenis oft in Gesprächen, wenn es um Depressionen geht.
    Danke, dass Sie mit dafür gesorgt haben, dass ich meine Krankheit als solche erkennen und anerkennen kann.
    Herzliche Grüße und viel Kraft
    Svenja

    P.S. Der Anfall damals endete knapp 3 Tage vor dem Abflug in den Senegal und ich habe die schöne Reise antreten können. Heute bin ich 50 – und habe seit dreiJahren keinen Schub mehr gehabt. Ein wunderbares Gefühl.

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    • Liebe Svenja,
      danke für deinen Text an Frau Enke.
      Ich freue mich darüber sehr, dass es Dir gut geht!
      Die schwere Depression muss nicht unbedingt zurück kommen, wenn sich Dinge in Ihrem Leben so ändern, dass das Leben etwas verträglicher für Sie ist oder einfach wenn Sie sich innerlich so verändern, dass sie die Dinge nicht mehr so schwer nehmen. Ich bin keine Psychologe, aber analysiere die Depression anhand von das was ich gesehen und was ich selbst erlebt habe. Mein Vater leidete unter Depressionen und Bipolarität, als ich Kind war, und ich erinnere mich an seinen vielen Krankenhausbesuchen gut. Als evengelischer Pfarrer war ein gekannter Mann in userem Dorf. Ich denke, dass das belastend für einen kranken sein konnte, obwohl seine Arbeitsgemeinschaft seine Krankheit akzeptiert hatte und ihm viel unterstützen wollte. Meine Eltern haben später ein Haus im anderen Dorf gekauft und das hat eine willkommene Entfernung zur Arbeit gebracht. Er hat seit über 20 Jahren keine tiefen Depressionen oder Psychosen mehr gehabt, nimmt zwar Medikamente bestimmt bis zum Ende seines Lebens, aber hat sich mit der Krankheit leben gelernt und kann auch die Medikamente in Rücksprache mit dem Arzt selbst reduzieren, Ich denke, dass er seit Jahren ein glückliches Leben führt.

      Über meine eigene depressive Veranlagung könnte ich auch kurz was schreiben.
      Dadurch, dass ich in der Familie Depression kennengelernt habe, hat mich früh gelernt, mit Hobbies, vielseitigem & aktivem Leben gegen eigene Veranlagung zu kämpfen. Ich suche Kontakt zu Freunden, wenn es mir schlecht geht, brauche aber manchmal auch einfach Stille und Ruhe und das Anerkennen der eigenen Gefühle. Es ist wichtig, sich alle Gefühle zu erlauben, auch die melankolischen. Und wichtig ist es, dass man nicht zu lange alleine bleibt!
      Alles Gute an allen Lesern.
      An Frau Enke mein herzliches Beileid und vielen Dank für diese Seite.

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  2. Und plötzlich findest du irgendwie die Kraft wieder alles zu überspielen, damit jeder glaubt es geht dir gut.

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  3. Vielen Dank für Ihre Worte und Ihr großes Engagement Frau Enke!

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  4. Liebe Teresa schade das du es am Fußball festmacht gibt auch andere Leistungssportarten mit dem selben Prob…….

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  5. Ich habe damals geweint, und muss es immer wieder.

    Er fehlt !

    -Unvergessen-

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  6. Liebe Frau Enke,
    wie viele andere bewundere ich Ihre Stärke im Umgang mit Ihren schweren, tragischen und so sinnlosen Verlusten.
    Ich habe mich im vergangenen Jahr selbst ins Krankenhaus eingewiesen, da ich spürte, dass ich in einen prä-suizidalen Zustand geriet. Solche Gefühle wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht, das ist eine furchtbare seelische Qual. Insofern kann ich leider nachempfinden, wie Ihr Mann sich gefühlt haben muss. Immer noch kämpfe ich gegen das Unverständnis in meinem Umfeld an. Man sieht die Erkrankung einfach niemandem an, daher ist sie so unbegreiflich und tückisch. Leider verwechseln viele die Symptome mit Faulheit oder ungerechtfertigter schlechter Laune., was unser Leid nur verstärkt!
    Bitte lassen Sie nicht nach in Ihrer Aufklärung und Ihrem Engagement. Ihnen persönlich wünsche ich ganz viele glückliche Moment in Ihrem Leben.

    Herzliche Grüsse,
    Anja

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  7. Liebe Frau Enke,
    Ich konnte die Ausstellung in Hannover leider nicht besuchen und musste auf die digitale Version zurück greifen. Doch auch die digitale Ausstellung ist meiner Meinung nach gelungen. Es bringt uns das Leben ihres Mannes als Fussballer, als liebevollem Vater und Ehemann näher und zeigt uns nochmal was für ein besonderer Mensch Robert war. Ich spiele selber seit etlichen Jahren Fußball und für mich war Robert ein riesen Vorbild. Doch auch ihnen, liebe Frau Enke möchte ich meinen größten Respekt aussprechen. Durch ihr Engagement und die Robert – Enke – Stiftung schaffen sie es, dass die Krankheit, die ihrem Mann einst das Leben nahm, nicht vergessen wird und wir Robert als fantastischen Menschen und Fussballer in Erinnerung behalten werden.
    Sie sind eine wirklich starke und tapfere Frau.
    Alles Gute für die Zukunft!

    Ganz liebe Grüße
    Judith

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  8. Niemals allein, wir gehen Hand in Hand…

    Wir werden ihn wohl nie vergessen!

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  9. Liebe Teresa, Ich war mit meiner Familie am Sonntag in der Ausstellung und wir fanden es sehr bewegend. So viele persönliche Erinnerungen der Öffentlichkeit zu zeigen ist sehr nett von Ihnen! Ich habe Robert einmal persönlich beim Training gesehen, damals einen Meter vor mir fand ich ihn einfach klasse. Ich muss oft an diese Begegnung denken. Robert war so ein toller Mensch. Danke Teresa!

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  10. Geschätzte Frau Enke,
    ich werde diesen Tag meinen 45 Geburtstag nie vergessen. Denke jedes Jahr an Ihren Mann. Ich habe keine Wort für das was Sie durchgemacht haben, kann Ihnen nur sagen, dass ich für Sie und Ihre Tochter nur das beste für die Zukunft wünsche.

    Mit besten Grüßen

    Manfred Böhm
    Paralympian 2012

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  11. Sehr geehrte Frau Enke,

    auch ich habe lange Zeit unter Depressionen gelitten. Zur Zeit bin ich stabil, aber ich weiß, dass dies u.U. nur eine Phase sein kann.
    Lange habe ich mich dagegen gewehrt mir Hilfe zu suchen. Depressionen? Das ist doch keine Krankheit! So habe ich gedacht. Wenn alle anderen funktionieren, muss ich das doch auch können.
    Als ich vom Tod ihres Mannes gehört habe, war mein erster Gedanke „Er hat es geschafft.“ Ein beängstigender Gedanke. Es sind noch Wochen und Monate ins Land gegangen bis ich eingesehen habe, dass ich es allein nicht schaffe. Ich habe mir Hilfe gesucht und (Gott-sei-Dank) gefunden. In der folgenden Zeit habe ich eine Art Trotzhaltung entwickelt und gehe nun sehr offen mit meiner Erkrankung um. Das schaffe ich auch dank Ihrer Öffentlichkeitsarbeit, denn die macht Mut und gibt Kraft. Dafür möchte ich Ihnen herzlich Danken!!!

    In Gedanken,
    Regina B.

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  12. Liebe Frau Enke
    Meine Frau und Ich und unsere zwei Kinder
    Alexander und Lena sind I’m April 2009 nach Hagermarsch von Aspach in Baden-Württemberg ausgewandert.Ich habe den Tod von ihrem Mann mitbekommen.Wir hatten nie und werden höchstwahrscheinlich nie eine Karriere hinbekommen.Trotzdem haben wir großes Mitgefühl für sie und ihre Tochter.Wir wohnen heute wieder in Baden Würtemberg.Unsere Tochter war nach dem Umzug bei einer Plegefamilie und danach im Kinderheim.Seit Februar haben wir sie wiederbekommen und sind sehr glücklich darüber.Und trotzdem habe ich Angst ich könnte sie jederzeit verlieren.Und danach nicht mehr weiterleben wollen.Sie leben weiter.Setzen sich für Andere Hilfebedürftige ein.Dafür danke ich Ihnen.Gruss Jürgen

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  13. Liebe Frau Enke! Auch ich habe damals schockiert die Nachricht über Roberts Tod aufgenommen! Man denkt immer,sowas kann ja garnicht in einer solchen Welt passieren! Robert war Natonaltorhüter ,hatte eine tolle Frau und ein tolles Umfeld! Für Fans oder aussenstehende war es absolut nicht erkennbar,daß Robert so schwer krank war! Ich möchte Ihnen danken für ihr Engagement gegen diese tückische Krankheit! Sie haben auch mir geholfen,da Sie ein Vorbild sind für viele Menschen! Auch ich hatte kurzzeitig eine depressive Phase! Bei mir ist es aber nicht zu einer wirklichen Depression gekommen! Nach meiner Trennung von Frau und Kindern war auch ich von solchen dunklen Gedanken betroffen! Allerdings haben Freunde und auch SIE sehr dazu beigetragen,diese Gedanken niemals Realität werden zu lassen! Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen und wünsche ihnen alle Kraft,ihren Weg weiterzugehen!

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  14. Weiter hin alles gute frau teresa enke

    Er wird immer in unserem herzen bleiben der robert

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  15. Liebe teresa

    robert wird immer die nummer eins bleiben und er lebt in meinem herzen weiter auch fuer seine ehmalige manntschaft denkt bestimmt auch an ihn hannover 96 und die deutsche Nationalmannschaft.auch ich wuensche dir noch viel kraft und ich finde das gut mit der robert enke stieftung das du das machst finde ich gut

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  16. Liebe Teresa,
    ich erinnere mich noch sehr genau an die Trauerfeier im Stadion von Hannover 96 vor fünf Jahren.
    Mein Mann und ich saßen nebeneinander vorm Fernseher und haben keinen Ton gesagt.
    Einen Tag später hat er sich das Leben genommen. Er litt auch an Depressionen.
    Es ist eine lange schwere Zeit und die Wunden werden nie ganz heilen. Aber dank Ihnen, habe ich viel über die Krankheit Depression erfahren und verstehen gelernt.
    Danke dafür! Meine Hochachtung für Ihr Arrangement liebe Frau Enke.

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  17. Liebe Teresa,
    mein Mann und ich können uns noch sehr genau an den 10. November vor 5 Jahren erinnern, wir saßen damals vorm Fernseher als die Nachricht vom Tod als Untertitel eingespielt wurde, es war 21.15 Uhr oder etwas später, wir waren sprachlos ! Als dann dann nach und nach die ganze Tragödie heraus kam, waren wir geschockt und unendlich traurig ! Unser nächstes Anliegen bestand darin, unserer großen Tochter Sarah am nächsten Morgen die Nachricht irgendwie vorzuenthalten, da sie nicht nur große 96zigerin ist, sondern auch Robert Enke ihr Lieblingsspieler war und ist, in der ersten Stunde stand eine Englischarbeit an, es gab dann doch eine zwei und viele Tränen ! Seit 2 Jahren ist dieser Tag aber auch für uns nicht mehr so grau, wir haben am 10.11.12 um 21.22 Uhr zu unseren beiden Mädchen einen gesunden Jungen bekommen, Jan wurde heute zwei und wirbelt unser Leben erfrischend auf ! Wir wünschen ihnen, liebe Teresa, weiterhin viel Kraft und Mut, das Andenken an Robert und die Aufgabe der Stiftung voran zubringen.
    Herzliche Grüße aus Soltau, ihre Silke Wendiggensen mit Familie

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  18. Liebe Frau Enke,
    als ehemalige Torfrau war ich total geschockt, als ich im Radio von dem Tod von Robert erfuhr. 5 Jahre später kann ich mich noch ganz genau daran erinnern.
    Das Buch „Ein allzu kurzes Leben“ hat mir geholfen, zu verstehen, was Depression ist. Mein Vater hat sich das Leben genommen, als ich 3 war.
    Sie sind eine sehr starke Frau. Vielen Dank für die Ausstellung. Dank Internet kann ich sie auch aus Nantes in Frankreich anschauen.
    Ganz viele liebe Grüsse
    Adeline

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  19. Liebe Teresa,
    als ich von Roberts Tod hörte war ich sehr traurig und meine Angst wurde größer. Die Angst um meine Mutter, die unter einer Depression und außerdem einer schizophrenen Psychose litt. Acht Tage später schluckte sie mehrere Schachteln Tabletten. Sie war noch ansprechbar und sagte zu mir: „Es tut mir leid, aber ich kann nicht mehr“. Viele Menschen sagten mir, ich solle mir keine Vorwürfe machen, aber das Gefühl, man hätte mehr tun können und sollen geht wohl nie ganz weg. Der Satz, den Sie auf der Pressekonferenz gesagt haben, hat mir sehr dabei geholfen zu verstehen, dass diese grausame Krankheit sehr mächtig ist und wir dagegen manchmal einfach machtlos sind: „Wir dachten, mit Liebe geht das…aber man schafft’s doch nicht immer.“ Danke, dass Sie an die Öffentlichkeit gegangen sind, und sich immer noch dafür einsetzen, dass psychische Krankheiten kein Tabuthema mehr sind. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft.

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  20. Der Tod von Michael Jackson,Farrah Fawcett,Robert Enke´s im Jahre 2009,und am 20.11.2009 der Tod meines Vater´s im Alter von 87 Jahren haben mich im innersten bewegt,und auch ich habe seit 2006 Gespräche um diese Erkrankung.Kämpfen und stark bleiben lohnt sich immer,und Theresa Enke hatte so kurz nach dem Tod von Robert so eine ungeheure Kraftonferenz zu geben,die ich als Mann niemals hätte aufbringen können.Eine sehr starke Persöhnlichkeit die beispielhaft ist.

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  21. An den heutigen Tag vor 5 Jahren erinnere ich mich ganz genau. Mein damaliger Freund, der damals selbst als Torwart gespielt hat holte mich von der Arbeit ab und erzählte mir das Robert sich das Leben genommen hat. Darauf hin war ich total geschockt und fragte mich warum. Ich war dann den Rest der Woche krank und weinte viel obwohl ich Robert nicht persönlich kannte nahm mich das total mit. Als ich dann 2010 schwanger wurde lass ich die Biographie über Robert und da war klar das ich meine kleine Tochter Lara nennen werde. Sie war so tapfer und stark und so sollte meine Tochter auch werden. Nun wird meine Tochter bald 4 Jahre alt und sie erinnert mich immer wieder an Robert und seine Tochter Lara. Ihnen Theresa möchte ich noch sagen das ich Sie sehr bewundere. Sie sind so stark und ich finde des toll das Sie diesen Blog schreiben.

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  22. Als 96 Fan denke ich sehr oft an Robert Enke.Es kommt mir jedes jahr vor als wäre es erst gestern passiert.. er fehlt einfach 🙁 …. ich leide selber seit 2010 an Depression und Borderline und habe versucht mir 3 mal das Leben zu nehmen.. gedanken daran es wieder zu tun hab ich ab und zu noch immer… viele sagen bzw bewundern deine kraft weiter zu machen.. woher ich diese kraft nehme ? ich weiss es nicht.. vielleicht ist es mein sohn der mir unbewusst immer kraft gibt wenn wir schreiben oder uns sehen.. ich habe sehr viele Tiefen durchlebt und stehe immer wieder auf. ich hab schon einige thearpieangebote wahrgenommen, aber es war immer der gedanke da.. mir kann keiner helfen, weil ich anderes bin… ich wünschte mir das man als betroffener mensch sich öffnen kann ohne das man sich lustig über ein macht ( habe ich sehr oft erleben müssen ) … das die menschen den Mut haben sich hilfe zu holen… ich bin froh das ich hilfe gesucht hab sonst wäre ich heute nicht mehr hier… und ich werde weiter nach hilfe bitten wenn ich sie benötige… ich wünsche allen menschen die diese erkrankung haben viel kraft…

    Liebe Teresa.. ich finde das sie eine sehr starke frau sind.. ich bewundere sie mit allem was sie machen. heute im tv habe ich ein satz von ihnen gehört..man ist erst gestorben wenn man nicht mehr an die person denkt… es denke ganz viele an Robert und er lebt in vielen von uns weiter…
    ich wünsche ihnen weiterhin alles erdenkliche gute…. auch für die robert enke stiftung

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  23. Liebe Teresa,
    als ich vor 5 Jahren im Radio auf dem Weg von der Arbeit nach Hause von Robert’s Tod hörte, war mein erster Gedanke: Er ist zu Lara gegangen.
    Ich habe im gleichen Jahr wie Sie, im Mai 2006, meinen Sohn verloren. Der Tod von Lara hat mich sehr ergriffen und ich habe Sie beide damals für Ihre Stärke bewundert, vor allem Robert, als er wieder im Tor stand.
    Bleiben Sie auch in Zukunft so stark, wie Sie sind – für Leila und für sich selbst.
    Ich wünsche Ihnen alles Liebe auf Ihrem Weg.

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  24. Liebe Teresa,
    zur Zeit als Robert ging, befand ich mich gerade in Behandlung wegen meiner Depressionen und ich konnte Roberts Gehen so gutnachvollziehen. Als ich die Nachricht von seinem Tod erfuhr, riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Unvorstellbar, das kann nicht wahr sein, doch nicht Robert!!
    Welcher Satz mir immer noch so sehr im Gedächtnis blieb, war „Ich dachte, mit Liebe schaffen wir alles.“ Sie haben gemacht und getan und unterstützt, wo es nur ging und trotzdem nahm alles leider nicht das gewünschte Ende. Respekt vor Ihrer Kraft, die Sie nach dem harten Schlag aufgebracht haben und diese wunderbare Stiftung ins Leben gerufen haben. Man kann nur mutmaßen, wievielen Menschen (Sportlern) dieses Angebot zur Hilfe das Leben gerettet hat.
    Hut ab und weiter so! Sie sind eine s liebenswerte, taffe Frau!

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  25. Liebe Frau Enke,
    auch ich denke heute an Ihren Mann. Sein Tod hat mich tief berührt und mir die Kraft gegeben, über meine Depressionen zu reden. Das werde ich nie vergessen. Auch ich stand schon kurz vor dem Schritt, den Robert gegangen ist.
    Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute und danke für alles, was Sie für Menschen mit dieser Krankheit tun.

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  26. Liebe Teresa,

    auch ich erinnere mich an den 10.11.2009 ganz genau. Ich möchte Ihnen meine Hochachtung und meinen tiefen Respekt aussprechen. So wie Robert damals die Menschen beeindruckt hat tun Sie dies heute. Behalten sie dies bitte bei. Ich bin mir sicher, Robert sowie auch Lara schauen voller stolz auf sie und Leila hinab. Ich wünschen Ihnen sowie auch Leila von Herzen alles Gute und eine wunderschöne gemeinsame Zeit. Herzliche Grüße Astrid

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  27. Depressionen sind leider nicht nur im Profi Sport eine quasi nicht vorhandene Krankheit. Generell in unserer Leistungsgesellschaft werden Depressionen nicht akzeptiert. Ich habe an meiner Schule Lehrer, die sagen ich hätte ein halbes Jahr nichts getan. In diesem halben Jahr musste ich mit voller Kraft gegen die Depression kämpfen, stand selber jahrelang kurz vorm Suizid. Jetzt nach einem halben Jahr intensiver Therapie schaff ich meine alltäglichen Belastungen und mein „Outing“ brachte mir viel Unterstützung.
    Liebe Theresa, danke dass du deine Gefühle und Gedanken so offen mit uns teilst! Ich hoffe die Robert Enke Stiftung kann noch viel mehr erreichen und irgendwann kann man genauso offen sagen „ich habe Depressionen“ wie „ich habe Asthma“ und man wird nicht schief angeschaut.

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  28. Hallo
    Ihre Worte sind für mich bewegend. Ich war gleich am Freitag in der Ausstellung und habe ihren Presseauftritt erlebt. Den Umgang mit der Presse konnte ich nur bewundern. Ihre Fröhlichkeit , Ihre gute Launeund Ihr Lächeln haben mich angesteckt.
    Ich lächel selten, denn ich habe ebenfalls an Depressionen gelitten. Dieses führte sogar bis zum Burn Out. Durch widrige Umstände wurde ich damals bei meinem Arbeitgeber fristlos entlassen. Da ich eine Überlastung gerichtlich anzeigen konnte, wurde die fristlose in eine fristgerechte Kündigung umgewandelt. Mein damaliger Arbeitgeber hat mir mit der Kündigung trotzdem einen großen Gefallen getan, denn ich habe meine Grenze gespürt und achte nun umso mehr auf mich.
    Mittlerweile arbeite ich wieder. Ich bin Sozialpädagoge in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe. Zur Zeit betreue ich einen jungen Mann mit Depressionen.
    Danke für diese Ausstellung. Machen Sie weiter so.

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  29. Ich gedENKE

    …genau jetzt vor 5 Jahren war der Gedanke, diese „Seelenkrebs“-Krankheit nicht mehr auszuhalten, zu übermächtig. Der Tod schien dir als einziger Ausweg und schaltete die Hoffnung auf Besserung aus.
    Niemand der sich aus Depressionen heraus suizidiert, bringt sich freiwillig um.

    Viele verstehen nicht, was dieses Ereignis für mich bedeutet. Der Tritt von Teresa Enke an die Öffentlichkeit gab mir erstmals die Kraft, offen mit meiner Krankheit umzugehen.
    Daher wird der Mensch Robert Enke für immer eine besondere Bedeutung haben.

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  30. Liebe Teresa,
    wie an jedem 10.11. seit dem Jahr 2009 zünde ich heute Abend eine Kerze für Robert und Sie an und stelle sie ins Fenster. Ich bin und war ein großer Bewunderer Roberts! Als er starb, war es wie ein persönlicher Schicksalsschlag für mich, denn ich befand mich damals am Tiefpunkt meiner Depression. Ich habe Sie so sehr bewundert für Ihre Stärke und gleichzeitig konnte ich sehen, welchen Schmerz die Angehörigen eines Depressionskranken im schlimmsten Falle durchleben.
    Sie gaben mir Mut.
    Heute ist noch immer jeder Tag ein Kampf, aber mal ein leichter und mal ein schwieriger. Doch es geht immer irgendwie weiter.
    Ihnen wünsche ich aus tiefstem Herzen alles Glück der Welt, Liebe und Kraft.
    In tiefer Zuneigung
    Tanja, BN

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  31. Liebe Frau Enke, auch ich wünsche ihnen und ihrer Tochter weiterhin viel Kraft. Ihr Mann wäre bestimmt sehr sehr stolz auf sie. Alles gute

    Liebe grüße C Lang

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  32. Sehr geehrte Frau Enke

    Ich denke sehr oft an ihren Mann, sie fragen sich ob sich was geändert hat im Profisport darüber zu sprechen wegen Depressionen. Ich denke nicht ich kann ihnen aber sagen das der 10.November2009 mein leben veränderte und zugleich ein leben gerettet hat. Ich kann ihnen nicht erklären warum ich den Tod ihres geliebten Mannes so innig verfolgt habe und alle ihre Texte gelesen habe, mir wurde aber sovieles bewusst was ich selber nicht erklären konnte. Ich bedanke mich für ihre offene und ehrliche Art nach dem Tod ihres Mannes es hat mein Leben gerettet.

    Ich bin an diesem schweren Tag in gedanken bei Ihnen und ihrer Familie

    Freundliche Grüsse

    A.Suter

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  33. Liebe Teresa..
    5 Jahre sind es heute..mir kommt es oft vor als wäre es gestern gewesen..Ihre Worte im Blog haben mich tief bewegt..Auch ich habe vor 5 Jahren einen Brief geschrieben..ganz oft denke ich an Robert und an sie..Wenn es einen Menschen gibt vor dem ich höchsten Respekt und Achtung habe so sind sie es..Vor 6 Jahren nahm mein Leben eine Wende..Diagnose Depression. .Seit dem Tag ist nichts mehr wie es war..Dank meines Neurologen geht’s mir heute fast wieder gut..Oft fahre ich zu eurem Grab..Auch heute früh war ich dort..Mit großem Interesse verfolge ich den Blog und auch die Stiftung..Im Mai habe ich geheiratet..im kommenden Jahr dann auch Kirchlich und mein Wunsch an dem Tag wird sein das alles was an Spenden kommt soll eurer Stiftung zukommen..Für den Tag heute wünsche ich ganz viel Kraft und Stärke. .Danke das ich meine Gedanken hier schreiben durfte..
    LG Andre

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  34. Liebe Frau Enke.
    Auch ich War vor 5 Jahren sichtlich geschockt u.bin es immer noch wenn ich höre oder lese dass es Menschen gibt, die an Depressionen zerbrechen und keinen Ausweg mehr sehen als den Freitod.
    Ich lebe seid 2008 mit dieser Diagnose u.war lange in solch einer Situation. Ich hatte das große Glück auch auf Menschen zu treffen, die gemerkt haben im welcher Situation ich mich befinde u.mit mir gekämpft haben, damit ich diese Gedanken los werde. Leider gebt es immer noch genug Menschen die über diese Krankheit nichts wissen . Danke, dass sie sich weiter dafür einsetzen, damit diese Leute aufgeklärt werden.
    Ohne solches Engagement wäre es um diese Krankheit schlecht gestellt.
    Vielen Dank, weiterhin ganz viel Kraft u.Gesundheit für sie und ihre Arbeit.

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  35. Liebe Frau Enke,

    Ihr Mann fehlt. Jedes Jahr auf neue fällt mir dieser Tag so schwer. Ich konnte ihren Mann leider nie persönlich treffen und kennenlernen, aber das was ich von ihm gesehen habe, sei es auf dem Platz oder sonst wo, hat mich zu tiefst beeindruckt. Bei jeder seiner Paraden oder Interviews hat er mich auf eine Art und Weise mitgenommen, wie es nur wenige Menschen schaffen. Ich vermisse ihn sehr und auch heute bin ich schon oft den tränen nahe gewesen. Er hat eine Lücke hinterlassen, die keiner füllen kann. Viel zu früh ist er von uns gegangen. Mir fällt es auch heute noch schwer damit umzugehen. Ich kann nur wieder sagen: er bleibt in meinem Herzen. Niemals kann ich ihn vergessen. Und ich sage ihnen danke für ihre Arbeit und bewundere sie für ihre Stärke. Auch ihrem Mann danke ich von ganzem Herzen. Ich hoffe, dass er sehen kann wieviele Menschen an ihn denken. Ich hoffe er kann auf uns hinabschauen. Ich hoffe er sieht, wie sehr er fehlt und was für ein wunderbarer Mensch er war. Danke.

    Liebe Grüße und alles gute für Sie.

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  36. Liebe Frau Enke, auch meine Tochter wird an jedem 10.11. ähnliche Empfindungen durchleben, wie Sie. Und das heute zum 12.Male. An diesem Tag ,einem grauen verregneten Sonntag , verstarb ihr Freund nach einem Fußballspiel im Mannschaftsbus in ihren Armen an einem Herzinfarkt. Im Alter von gerade mal 30 Jahren. Meine Tochter selber war damals 23. Sie musste die vergeblichen Wiederbelebungsversuche auf dem nackten Asphalt mit ansehen. Dieses furchtbare Erlebnis bleibt für immer. Auch für mich als Mutter,die ihrem Kind nicht wirklich helfen kann. – Ich finde es sehr schön, wie Sie die Erinnerung an Ihren Mann lebendig halten und dass die Krankheit „Depression “ durch Sie und Ihren Mut mit anderen Augen betrachtet wird. Ich wünsche Ihnen und Ihrer kleinen Tochter von Herzen alles Gute.

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  37. Pingback: #gedENKEn - Was ich 5 Jahre nach Roberts Tod änderte

  38. Liebe Teresa Enke,
    ich schließe mich den Worten aller hier an.
    Mein Sohn (23) ist selbst TW. In seiner Jugendzeit war Robert sportlich wie charakterlich sein großes Vorbild, das er gern kennen gelernt hätte. Jetzt, selbst ein Mann geworden, trägt er unter seinem Trikot bei jedem Spiel das ENKE Nr. 1 T-Shirt, damit er für ihn und alle um ihn herum, wenn er nach dem Spiel sein Trikot auszieht, sichtbar ist und in Erinnerung bleibt. So ist Robert mit ihm weiter auf den Fußballplätzen unterwegs und wenn ich sein Auftreten als Vizekapitän beobachte, dann trägt er nicht nur ein T-Shirt mit Roberts Namen, sondern wurde auch von dessen unglaublicher Ausstrahlung und seinem Torwartspiel geprägt. Will sagen, Ihr Mann ist nicht nur unvergessen, er lebt auch in uns weiter und hat vielen jungen Torhütern viel mitgegeben.

    Liebe Frau Enke, alles alles Gute für Sie!

    Liebe Grüße aus Berlin, Mirko.

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  39. Liebe Frau Enke,

    ich habe seit einigen Jahren das Buch von Ronald Reng hier liegen. Im ersten Jahr habe ich so um die 100 Seiten gelesen, dann habe ich immer nur wenige Seiten gelesen und es irgendwann auch ganz weg gelegt. Irgendwie hatte ich immer große Angst vor dem Ende des Buches und wollte es letztlich nicht mehr wissen. Ich war nie großer Fußball-Fan, werde ich auch nie, aber ich habe mal ein Interview Ihres Mannes aus seiner Zeit in Portugal gesehen. Er machte einen sehr kompetenten und sympathischen Eindruck. Seine Karriere habe ich nicht wirklich verfolgt, aber sobald ich Artikel über ihn las, nahm ich es auf oder auch mal einen Bericht im TV.

    Seit ein paar Wochen liegt das Buch hier nun wieder. Ich bin aktuell, seit wenigen Momenten, auf Seite 222 angekommen. So langsam kommt das Buch in einem Bereich, der mich wirklich extrem betroffen macht. Wie schwer diese Zeit damals für Ihren Mann und Sie war, lässt sich als Außenstehender nur erahnen. Aber Sie haben mein ganzes Mitgefühl, gerade auch für den heutigen Tag wieder.

    Wann ich das Buch fertiggelesen habe, weiß ich nicht, aber ich glaube, ich werde versuchen, es noch diesen Monat zu beenden. Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Kraft und liebende Menschen in Ihrem Umfeld.

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  40. Hallo auch ich leide seit mehreren Jahren unter Depressionen. (Diagnose vor fast 5 Jahren 30.11.2009). Ich durchlief alle Stationen von Tagesklinik,offener und geschlossener Einrichtungen sowie Therapie diverse Psychofamaka und eine gescheiterte Reha. Ich kann den Leidensweg von Robert gut nach voll ziehen. Ich las auch sein Buch. Ich hoffe das die Krankheit noch mehr gehör findet und man mit den Menschen ein sozialeres miteinander schaffen kann. Allen betroffenen dieser Krankheit aber auch allen Angehörigen und Freunden alles gute. Ruhe in Frieden Robert Enke. Wir denken immer an dich egal wo du auch bist.

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  41. Liebe Frau Enke,

    wieder mal finden Sie so schöne und passende Worte und wieder mal bewundere ich Ihre Stärke, mit all dem umzugehen und dabei auch noch anderen zu helfen.

    Robert wird nie vergessen werden und ja: Durch dieses Schicksal sind sicher mehr Leute auch im Sport sensibilisert.

    Aber leider gibt es auch noch so viele schlimme Kommentare, die ich gerade die letzten Tage, wo natürlich wieder vermehrt berichtet wird, gelesen habe.
    Ich habe mich mit einigen wirklich „angelegt“ in der Bemühung Verständnis für so eine Situation aufzubringen. Aber da wird man eher noch persönlich angegangen wie man denn einen „feigen Selsbtmörder der andere mit ins Unglück reißt“ in Schutz nehmen kann und vieles mehr. Da helfen leider noch immer keine Argumente 🙁 Traurig aber wahr.

    Trotz allem bin ich da ganz bei Ihnen und sage: Ja, das traurige Schicksal von Robert und auch Ihre Arbeit hat schon viel bewegt und wird es hoffentlich noch weiter tun.

    Für den heutigen schweren Tag aber auch für die weitere Zukunft alles Gute.

    Ich verfolge weiterhin sehr interessiert die Arbeit Ihrer Stiftung und werde auch weiterhin oft an Robert denken!

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  42. Sehr gut!
    Danke Frau Enke, dass ich hier ein wenig Einblick in Ihre Gedanken bekomme, die doch so persönlich sind. Sie gehen so richtig mit dem Tod Ihres Mannes um, so positiv, so sinnvoll.
    Auch ich „lebe“ den 10. November jedes Jahr wieder nach, indem ich im Buch die endsprechenden Seiten nachlese. Und jedes Mal bin ich erneut darüber fasziniert, wie Sie und alle anderen auch (Jörg, Marco, der Therapeut) um ihn gekämpft haben. Ich bewundere Sie sehr!
    Ja, auch ich habe durch die Berichterstattung über die Stiftung mehr über Depression dazugelernt und lerne immer noch weiter.
    Sie verhalten sich großartig!!! Toll

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  43. Ich bin in Gedanken sehr oft bei Robert Enke, obwohl ich Ihn leider nie persönlich kennenlernen durfte. Trotzdem fühle ich Mich sehr verbunden, da ich genau zu der Zeit an einem Burn Out gelitten habe, und dadurch ansatzweise nachvollziehen kann, was in Ihm vorging.
    Aber ich finde, daß sich zwar schon etwas verändert hat, aber noch lange nicht genug.
    Ich wünsche Frau Enke die Kraft, weiterzumachen, denn es lohnt sich.GlG

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  44. Liebe Frau Enke,

    ich bewundere ihre Kraft und Stärke, wie Sie nach dem Tod ihres Mannes den Kampf gegen das Tabuthema Depressionen bei Leistungssportlern aufgenommen haben. In fünf Jahren haben Sie viel erreicht.
    Unglaublich, wie viel Zeit schon vergangen ist…Robert ist bestimmt sehr stolz auf seine tapfere Frau 🙂
    Ich wünschen Ihnen und ihrer Tochter von Herzen alles Gute für die Zukunft 🙂

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  45. Liebe Frau Enke,

    Sport gehört nicht zu meinem Interessegebiet aber ich bin auf Sie aufmerksam geworden und möchte mein tiefes Mitgefühl und meine Bewunderung für Ihre Arbeit aussprechen.

    Leider habe auch ich, im Jahr 1996, meinen Bruder durch Selbstötung verloren. Dies war der 29. Februar. Ein Tag, den man nicht jedes Jahr gedenken kann. Aber immer noch auch nach all dieser Zeit, bin ich in den Tagen davor und danach immer sehr traurig und still.

    Es ist wunderbar, wie Sie das Leben Ihres Mannes in Erinnerung behalten und die Erinnerung an ihn aufrecht erhalten.

    Herzlichen Gruß,

    Kirsten Stolz

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  46. Liebe Teresa,
    zunächst zolle ich Ihnen – wie schon in den letzten 5 Jahren meinen allergrößten Respekt. Als sich Ihr Ehemann 2009 sich das Leben nahm, schlummerte diese fiese Erkrankung noch in mir, bzw. wurde noch nicht diagnostiziert. Das passierte gut 18 Monate später und bis heute kämpfe ich mit ihr.
    Da ich hier in Barsinghausen gut 50 Meter neben dem Sitz der Robert Enke Stiftung wohne und auch Jan Baßler gut kenne, ist mir Ihr Schicksal, aber auch Ihre Arbeit täglich präsent. Wen ich dann hier die „Größe“ der Geschäftsstelle sehe und diese mit dem Aufwand der zu leistenden Arbeit vergleiche, frage ich mich jeden Tag „Wie schaffen die das ?“ Gerne würde ich ehrenamtlich ein wenig mithelfen, aber ich bin im Moment leider noch nicht so gefestigt – trotz der langen Therapiezeit – dass es für Robert-Enke-Stuftung ein Gewinn wäre. So beobachte ich Ihre Arbeit weiter mit großer Bewunderung und vielleicht hat Jan bei Ihrem nächsten Besuch ja einmal eine Tasse Kaffee übrig.

    Ganz herzliche Grüße – Thomas Marx

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  47. Liebe Teresa,

    Du hast großartige Worte geschrieben. Was Dir schon tausende gesagt haben gilt es immer zu wiederholen. Es ist bewundernswert wie Du in der Öffentlichkeit mit allem umgehst. Du hast es geschafft eine Wahrnehmung dieser schlimmen, für nicht Betroffene auch nicht zu begreifenden, Krankheit in der Öffentlichkiet zu schaffen. Ob es besser geworden ist ? Schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist es so wie Du schreibst. Leute die sich damit auseinandersetzen haben sich verändert. Ich denke gerne an die Taufe von Eurer gemeinsamen Tochter zurück. Und es ist schön diesen Tag damals mit Euch zusammen erlebt haben zu dürfen. Ich wünsche Dir weiter viel Kraft und vor allem Glück auf dem weiteren Weg.

    Liebe Grüße Nils

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