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Erinnerungen an einen Freund

CARDIFF, WALES – APRIL 01: Per Mertesacker of Germany celebrates with goalkeeper Robert Enke after winning the FIFA 2010 World Cup Group 4 Qualifier match between Wales and Germany at the Millennium Stadium on April 1, 2009 in Cardiff, Wales. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Gastbeitrag von Per Mertesacker

Wenn ich zu einem Länderspiel im Hotel eintraf, gab es für mich erst einmal zwei Dinge zu erledigen: einchecken und Robert anrufen. „Bist du schon hier? Ich bin gerade angekommen. Kommst du rüber auf mein Zimmer?“ Wenige Minuten nach unserer Ankunft saßen wir zusammen und redeten über alles, was uns gerade in den Sinn kam.

Die Tatsache, dass sich sein Todestag heute zum achten Mal jährt, dass meine Gespräche mit ihm also gut ein Jahrzehnt zurückliegen, erschreckt mich. Das kann doch nicht so lange her sein, was habe ich in den ganzen Jahren seitdem getan? Die Jahre eines Fußballprofis verfliegen, weil unser Blick immer nur nach vorne geht, wie komme ich weiter, konzentrier dich aufs nächste Spiel. Meine Erlebnisse mit Robert scheinen aber auch deshalb so viel näher als acht Jahre, weil sie mir so viel bedeuten. Robert Enke hat mein Leben positiv beeinflusst wie kaum ein Kollege.

Ich war ein 19-jähriger Frischling, der gerade seine ersten Partien in der Bundesliga hinter sich gebracht hatte, als Robert im Sommer 2004 bei Hannover 96 in unsere Umkleidekabine trat und mich begrüßte: „Ah, hallo, und du bist der Per.“ Er kam aus Spanien, er hatte für den FC Barcelona gespielt, er war 27, und er gab mir von Anfang an das Gefühl, er schätze mich, den Frischling. Ich war der Verteidiger, er der Torwart: Er stand im wahrsten Sinne des Wortes hinter mir. Er ermunterte mich, ich würde meinen Weg gehen, er wies mich auf meine Qualitäten hin – die man als unsicherer 19-Jähriger ja manchmal selbst nicht mehr sieht. Er ließ mich spüren, dass er sich mit mir in der Verteidigung sicher fühlte. Ich denke, eine schönere Erfahrung kann man bei der Arbeit kaum machen, egal, welche Arbeit man verrichtet: Er schenkte mir sein Vertrauen.

So half er mir entschieden, dass ich mich als junger Verteidiger entwickelte. Allein der Gedanke: Hab keine Angst, wenn du mal eine gegnerische Flanke nicht klärst – Robert ist da. Er strahlte gleichsam Ruhe und Entschlossenheit aus, er war einer, von dem wir im Fußballjargon sagen: Er geht voran. Ich denke, das ist wichtig festzuhalten, nicht, um Robert irgendwie zu glorifizieren, sondern um zu verdeutlichen: Menschen, die von Depressionen getroffen werden, sind keineswegs schwach; es kann auch die Stärksten wie Robert treffen, weil es wie Krebs einfach eine Krankheit ist.

Als ich 2006 zu Werder Bremen wechselte und Robert in Hannover blieb, hatten wir einen gemeinsamen Traum: Noch einmal zusammenzuspielen, und zwar in der Nationalmannschaft. Wir erinnerten uns gegenseitig oft daran. Mit 29 schaffte er den Sprung in die deutsche Auswahl tatsächlich noch. So wie wir uns sofort nach der Ankunft im Hotel suchten, so saßen wir abends nach dem Spiel wieder im Hotel zusammen. Für mich waren das rare Momente: Hier, mit Robert, schauten wir für ein paar Stunden mal nicht immer nur nach vorne, zum nächsten Spiel, sondern genossen, was wir geschafft hatten.

Umso heftiger traf mich die Nachricht von seinem Tod. Wie war es möglich, dass dieser ausgeglichene, reflektierte Freund offenbar auch so krank gewesen war, dass er sich selbst das Leben nahm? Wie war es möglich, dass ich davon nichts mitbekommen hatte? Und natürlich schmerzte auch die Frage: Warum hatte er mir nie von seinen Depressionen berichtet, wir waren doch Freunde, die sich, wie man so sagt, alles erzählten.

Ich habe gelernt, dass dieses Verschweigen zum Krankheitsbild einer Depression gehört. Wenn Menschen akut an einer Depression leiden, wollen viele von ihnen sich offenbar verkriechen, verstecken. Auch habe ich verstanden, dass Robert die meiste Zeit seines Lebens so war, wie ich ihn kennenlernte: rational, von stiller Fröhlichkeit; gesund. Wie die meisten Betroffenen erwischten ihn die Depressionen nur in kurzen Phasen seines Lebens.

Mit seinem Tod hat uns Robert die Aufgabe gegeben, seelische Krankheiten besser zu bekämpfen. Wenn ich zum Beispiel an meinen neuen Job denke, sehe ich ein Aufgabenfeld: Ich werde im nächsten Sommer, nach dem Ende meiner aktiven Karriere, beim FC Arsenal in London die Leitung der Nachwuchsakademie übernehmen. Und im Nachwuchsbereich gibt es ein strukturelles Problem, das auch die Psyche belasten kann: 80 Prozent der Jungs, die in England mit 16 ihren Ausbildungsvertrag als Jungprofis unterschreiben, sind mit 18 arbeitslos. Das ist ein Fakt, weil es in den Männerteams der Profiklubs einfach nicht mehr Plätze gibt. Aber die wenigsten sind darauf vorbereitet, die wenigsten haben daran gedacht, auch einen anderen Beruf zu ergreifen. Hier gilt es, die Jungs aufzufangen. Der englische Fußball-Verband geht das Problem mittlerweile offensiver an, mit Berufsberatung und auch dem Angebot psychischer Hilfe. Aber wie viele springen über den eigenen Schatten, Hilfe anzunehmen? Wenn sie es nicht schaffen, sich selbst einzugestehen, dass sie dann halt doch nicht Profi werden. Hier kann nicht genug getan werden, und so ist es eine gute Nachricht, dass die Robert-Enke-Stiftung derzeit auch mit dem englischen Fußball-Verband darüber spricht, ihre Arbeit nach Großbritannien auszudehnen.

Viele Menschen aus Roberts Umfeld engagieren sich heute in diesem Bereich mit Bravour, seine Frau Teresa vorneweg. Ich bin froh, mit diesem Gastbeitrag vielleicht einen ganz kleinen Teil dazu beisteuern zu können. Die Erinnerung an Robert selbst hilft mir heute noch immer: Von Zeit zu Zeit kommen mir meine Erlebnisse mit ihm wieder in den Sinn. Ich spüre dann, über den Schmerz hinweg, noch einmal das Glück jener Momente.

96 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Manchmal braucht es acht Jahre um die passenden Worte zu finden!
    Sehr bewegende, passende Worte für Teresa und alle die Ähnliches erlebt haben!
    Danke Per Mertesacker !

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  2. Sehr schön geschrieben, ich wünsche allen viel Kraft und Glück auf dem weiteren Lebensweg.

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  3. Sehr geehrter Herr Mertesacker und sehr geehrtes Team der Robert-Enke- Stiftung,
    danke erst einmal für diesen einfühlsamen, ehrlichen und emotionalen Beitrag.
    Wenn ich an diese Tage damals zurück denke, denke ich an die Zeit zurück, in der ich von meiner Diagnose erfahren habe. Ich wusste nie, was ist mit mir los. Vielleicht wollte ich es auch nicht wahr haben, musste mich ja verstecken.
    Mittlerweile geht es mir besser, aber von Zeit zu Zeit klingeln meine Alarmglocken. Sofort zu machen und Alles verstecken. Die typischen Verhaltensmuster, die Sie Herr Mertesacker nun auch besser verstehen.
    Ich war, so wurde es mir eingetrichtert und so habe ich es auch gedacht, da sich alle Betroffenen schämen, ganz alleine mit dieser Krankheit.
    Nachdem Herr Enke sich das Leben genommen hatte, wusste ich, dass ist nicht so. Sein Tod war nicht umsonst, weil die Gesellschaft dieses Tabuthema endlich nicht mehr meiden konnte. Für mich war er ein Weg, Menschen zu erklären, was ich habe.
    Reaktionen wie:“ Ach wirklich, ja wenn der Herr Enkel das hatte, dann ist es eine Krankheit!“ verletzten mich, aber halfen mir auch. Verletzten mich, weil man mir vorher nicht glaubte und halfen mir, Dinge besser zu erklären.
    Heute gehe ich offen mit meinem Weg um.
    Ich wünsche Ihnen Herrn Mertesacker viel Kraft, Durchhaltevermögen, Erfolg und Glück (weil man dies immer gebrauchen kann) bei Ihrer neuen Aufgabe.
    Danke der Familie und den Freunden von Herrn Enke für Ihre nicht endende,aufklärende und unterstützende Arbeit.
    Alles Gute und weiterhin viel Kraft

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  4. Danke Per für die einfühlsamen Worte!
    Robbi‘s Tod vor 8 Jahren hat mein Leben bisher gerettet. Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen. Während der Berichterstattung in den Medien über seinen Tod und sein Leben mit der Depression hatte ich das Gefühl, als sei ich selbst Robbi. Sein Denken und Umgang mit der Krankheit (soweit ich das mitverfolgen konnte), trafen in gleicher Weise auf mich zu. Ich stürzte in ein tiefes schwarzes Loch, hatte aber noch die nötige Kraft um die ‚Notbremse‘ zu ziehen, weil ich leben wollte. So schaffte ich es mich in fachärztliche Behandlung zu begeben. Es folgten stationäre und ambulante Therapien, die mich in Bezug auf meine Depression bis heute gut voran brachten….

    Danke Teresa für die tolle Arbeit mit der Robert Enke Stiftung!
    Ruhe in Frieden, Robbi

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  6. Hallo Per.
    Ich muss gestehen dass ich schon lange nicht mehr an Robert Enke gedacht hatte. Bis ich Deinen Beitrag hier las. Du bist ein Profi der sich auch außerhalb des Fußballs Gedanken macht und Gefühle zeigt. Das macht Dich unglaublich authentisch und hebt Dich von anderen ab. Robert Enke hatte das sicher auch erkannt. Schön dass Du an solchen Jahrestagen öffentlich an ihn erinnerst. Ich denke eben auch an seine Frau die viel Stärke zeigt und sein Gedenken hier mit dieser Stiftung hochhält. Das was Du nach Deiner Karriere in England anpacken willst ist ne gute Sache. Dürfte es auch hier in Deutschland häufiger geben.

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  7. Was für ein wunderbarer Text!

    In meiner Familie gibt es mehrere Fälle von Depressionen und auch ich hatte schonmal damit zu kämpfen. Bisher haben wir alle überlebt, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es ein täglicher Kampf ist sich nicht wieder von irgendwas in die Spirale aus Dunkelheit und Verzweiflung ziehen zu lassen. Das sehe ich sowohl bei mir, als auch bei meinen betroffenen Familienmitgliedern.

    Zumindest mir hilft es aber sehr an Robert Enke zu denken, nicht nur weil er zu Lebzeiten viele Jahre lang einer meiner Lieblingstorhüter war.

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  8. Einfach immer noch traurig und dankbar für Die tollen, so auf den Punkt gebrachten, Worte von Per!
    Ein aufmunterndes ˋweiter so!´ an die Stiftung — Ihr leistet eine tolle Arbeit……

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  9. Starker, ausdrucksstarker Text eines klugen Menschen und Fussballprofis. Herzlichen Dank Per Mertesacker

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  10. Danke Per Mertesacker für die wunderbaren Worte ,mit Tränen in den Augen habe ich die Erinnerungen an einen Freund gelesen,auch an Teresa geht mein Dank mit was für eine Kraft sie das geschafft hat ,meine Hochachtung,ich wünsche ihnen weiterhin alles Gute für die weitere Zukunft.
    Da ich auch seit etlichen Jahren unter diese Krankheit leide und manchmal wirklich verzweifelt ist man sich überlegt was mache ich nun ,warum muss ich damit leben ,aber heute habe ich hier gelesen das man doch nicht alleine ist und man sich Hilfe holen sollte.
    Nochmals vielen Dank für die wunderbaren Worte.

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  11. Ich konnte es gar nicht glauben, 8 Jahre ist es schon her!? Ich erinnere mich noch als ob es gestern war, als ich erfuhr was passiert ist. Ich saß weinend in meiner Wohnung und komme es nicht fassen. So oft habe Robert Enke im Stadion gesehen und ihn gefeiert. Was habe ich mich gefreut als der Wechsel nach Hannover fest stand. Noch heute erzählt mein Vater die Geschichte das ich zwei Jahre lang gesagt habe das 96 Robert Enke holen soll. Und dann diese bittere Nachricht. Ich konnte es am nächsten Tag auf der Arbeit nicht lange aushalten also bin ich zum Stadion, ich musste einfach dort hin. So viele Menschen waren dort, es tat gut seine Trauer zu teilen.

    Meine Eltern wohnen in der Gegend in der der Robert und Lara Enkes letzte Ruhestätte liegt, auf dem Weg zu meinen Eltern fahre ich immer durch das Dorf und jedes Mal denke ich dann in ihn, sie und seine Familie. Es ist schon merkwürdig, ich habe in meinem Leben schon Menschen verloren die mir sehr viel näher standen, die ich natürlich persönlich kannte, komischerweise denke ich seltener an diese.

    Die Arbeit von Teresa und der Robert-Enke-Stiftung bewundere ich zu tiefst und sie ist bitter nötig, DANKE!

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  12. Danke an Per Mertesacker für dies einfühlsamen Worte und auch nochmals einen großen Dank an Teresa Enke für ihr Engagement. Vor einigen Monaten ist meine Welt beinahe zerbrochen. Aufgrund einer Depression war ich in psychotherapeutischer Behandlung und weil ich offensiv damit umgegangen bin, wurde ich von einer Kollegin massivst gemobbt. Dies hat damit begonnen, dass sie zu mir gesagt hatte „wiso das denn? du hast doch nichts, dir geht’s doch gut“, ich musste meine Wohnung kündigen und hatte das Glück, dass ich von meinen Geschwistern aufgefangen und aufgenommen wurde. Damals hat mir die App der Robert-Enke-Stiftung sehr viel weiter geholfen. Heute geht es mir wieder gut, ich wohne wieder in meiner ursprünglichen Heimat, habe eine Arbeitsstelle, an der ich wieder da eingesetzt bin, wo ich mir wünschte, habe sehr nette Kollegen und bin wieder ein zufriedener, stabiler, lebensfroher Mensch.

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  13. Es gibt nicht viele Fußballer die sich mit diesem Thema öffentlich auseinandersetzen.
    In dieser schnelllebigen und hektischen Zeit vergessen viele was vor acht Jahren geschehen ist.
    In dieser Zeit war Fußball Deutschland für einige Wochen zusammengerückt. Jetzt acht Jahre später sind wir wieder an einem Punkt um für einen Augenblick an Personen zu denken welche ebenfalls dieses Schicksal ereilt hat. Immer noch wird dieses Thema Depression nur zaghaft in der öffentlichen Meinung nur am Rande erörtert. Durch solche gelungenen Texte von Prominenten aber kann sich dieses Tabuthema m.M. nach endlich die Akzeptanz und Hilfen in der Gesellschaft holen. Dank gilt auch Betroffenen wie Frau Enke diese Problem in den öffentlichen Fokus zu rücken. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und Energie.
    you’ll never walk alone

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    • Wow… 8 Jahre ist es jetzt her. Es kommt mir heute vor als wäre es gestern gewesen. Der Eintrag von Mertesacker hat mich tief bewegt und es sind auch Tränen geflossen.
      Allen Betroffenen und Angehörigen wünsche ich viel Kraft diese schlimme Krankheit zu überstehen.

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  14. Danke, Per, für diese wundervollen Worte! Ich wünsche dir Glück, vor allem aber sehr viel Erfolg bei dem, was du jetzt vorhast. Eine großartige Idee! Die Welt braucht Menschen, wie dich und ich hoffe, dass du viel tatkräftige Unterstützung findest!

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  15. Pingback: Per Mertesacker Writes Heartbreaking Tribute to Robert Enke - Fastest News Delivery Handle

  16. Danke für diesen Beitrag Per Mertesacker. Als ich damals erfahren habe das Robert Enke sich das Leben genommen hat, war ich sehr betroffen. Ich dachte mir , warum konnte ihm keiner helfen?
    Warum hat er sich keine Hilfe gesucht? Leicht gesagt als nicht Betroffene. Damals! Seit 4 Jahren leide ich selbst unter dieser schrecklichen Krankheit. Es ist ein auf und ab. Einmal geht es mir gut und dann kommt wieder diese Depressive Phase. Ich brauchte einige Zeit mir einzugestehen das ich Hilfe brauche. Auch ich Zeige meinem Umfeld nicht wenn es mir mal wieder nicht so gut geht.
    Liebe Teresa Enke. Ich bewundere sie für Ihre Stärke und bin Dankbar für die Enke Stiftung. Ich möchte ein Ihnen ein positives Erlebnis mit der Stiftung auf Tour mitteilen. Beim letzten Heimspiel des FC Köln gegen Hoffenheim war die Stiftung auch vor Ort mit Infos zur Stiftung und zur Krankheit. Es war eine sehr liebe Mitarbeiterin vor Ort. Die mir alles sehr genau erklärt hat. Ich habe ihr gesagt das ich auch unter Depressionen leider und diese Stiftung klasse finde. Sie hatte auch das Buch Robert Enke vor Ort. Als ich fragte was das kostet und ob sie noch eins hätte, hat sie mir das Buch geschenkt mit den Worten das es mir vielleicht hilft. Ich war echt gerührt und musste Weinen. Ich habe mich sehr über diese geste gefreut. Wenn Sie das lesen, sagen sie ihr in meinem Namen Danke. Auch wenn ich das selbst schon gemacht habe. Ich werde das Buch in Ehren halten. Zur Zeit bin ich es am Lesen und finde mich in einigen Punkten wieder.

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    • Ich habe dieses Buch auch gelesen , es ist ein Buch das aufzeigt. Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft diese Krankheit zu besiegen. Danke Per Mertesacker, Theresa und Robert Ende, es tut gut das es diese Menschen Licht in das Dunkel bringen.

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  17. Lieber Herr Mertesacker,
    Ihre empathischen Worte haben mich tief berührt. Sie sind ein wahrer Freund und so wird Ihr Freund Robert immer in Ihrem Herzen und Gedanken bleiben. Es tut gut zu spüren, dass auch nach dem Tod Menschen viele Jahre unvergessen bleiben und so in uns weiterleben.
    Danke , dass Sie ihre Gedanken in der Öffentlichkeit teilen!

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  18. Danke Per für diese tollen Zeilen.
    Ich hoffe diese Zeilen werden viele betroffenen ermutigen den Kampf gegen die Depressionen aufzunehmen und niemals aufzugeben.

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  19. What a lovely tribute, Per Mertesacker! Und was für eine sch*** Krankheit, die leider immer noch mit so viel Stigmatisierung behaftet ist. Familiär von klein auf davon betroffen (daher kenne ich auch das Ohnmachtsgefühl als Angehörige) hat es mich dann vor fünf Jahren oder wahrscheinlich schon um Einiges früher auch erwischt. Und da ich beim Versteckspiel, bei dem ich so lange immer mitmachen musste, nicht mehr mitmachen wollte, bin ich in medias res gegangen. Arbeitgeber, Familie und Freunden gegenüber schonungslos offen. Mit allen Konsequenzen. Und Roberts Tod und Deine Arbeit, Teresa, haben daran einen großen Anteil. Danke dafür! Übernächste Woche hab‘ ich nach viereinhalb Jahren meine letzte Therapiestunde und fühle mich gewappnet, mit einer großen Portion Selbstfürsorge ins Leben entlassen zu werden 🙂

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  20. Danke, dass Menschen Kraft haben anderen zu helfen. Danke, dass es Robert Enke gab. Er bleibt in ewiger Erinnerung. Danke an Teresa und Per. Danke an Hannover.

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    • Schon 8 Jahre ist es her. Gefühlte Ewigkeit aber eirvergessen Robert nie ! Danke Teresa und Per . Ruhe in Frieden Robert

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  21. Viele Worte, aber grossartig geschrieben und formuliert, Herr Mertesacker.

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  22. Danke, Per!
    Danke, Teresa!
    Ihre Leben under Ihre Geschichte breinflusse mich wirklich.
    Herzliche Grüsse aus Schweden.

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  23. Wunderbare und berührende Worte, gelungener Text! DANKE

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  24. Ich bin jetzt nicht depressiv wie Robert Enke es war. Aber ich habe Angstattacken wie z. B. auch der Torwartkollege Thorsten Albustin, der zufällig gleichzeitig mit Robert Enke in Gladbach aktiv war. Ich bin Abteilungsleiter in einem großen Unternehmen und blühe in unseren Büroräumen sowie im Bereich der Produktion richtig auf. Dort kann ich schalten und walten und bin auch im Stress die Ruhe selbst. Doch manchmal fällt mir der Weg zum und auf dem riesigen Parkplatz schwer. Auch Autobahnfahren geht oft garnicht. Daher begleitet mich ein Kollege, dem ich mich anvertraut habe, bei Kundenterminen außer Haus. Mit meiner Familie gehe ich oft spazieren und versuche die Angst durch aushalten zu besiegen. Es ist ein langer Prozeß und der Kampf dauert bereits einige Jahre (ausgelöst durch ein miterlebtes Unglück). Ziel ist es, irgendwann selbst noch einmal auf einem Sportplatz zu stehen. Bis dahin wird es wohl die Ü40 werden, aber das ist mir egal. In Urlauben schaffe ich schon wieder mehr, als nur vom Hotel zum Strandabschnitt davor. Jetzt können wir uns auch schon mal etwas anschauen, ohne dass meine innere Unruhe sich meldet bzw. ich sie nicht aushalten kann. Tabletten bringen meiner Meinung nach gar nichts, weil ich nach dem Absetzen wieder neu beginnen müßte. Gesprächstherapien habe ich gemacht, die Ursache steht fest. Nun habe ich begonnen, der Angst zu sagen: „Hallo, da bin ich. Du hast mich im Griff gehabt, mein Leben eingeschränkt, aber jetzt nicht mehr! Pack Deine ganzen Sachen zusammen und verschwinde aus meinem Körper. Hier ist keine Bleibe mehr für Dich!“ Und das mit dem Packen dauert lange, wenn so eine Angst erst einmal überall gestreut hat wie Krebs. Aber sie geht zurück und weicht sicher irgendwann ganz. Was ich aber sagen möchte: Weggefährten von Robert Enke kehren das Thema nicht unter den Tisch. Und das ist gut. Ich habe mich durch die tollen Worte von Per Mertesacker getraut, meine Geschichte zu erzählen.

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    • Alles Gute! Das klingt doch positiv. Danke für’s Mitteilen! 🙂

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    • Das finde ich ganz wunderbar! Ich freue mich für Sie, dass Sie sich getraut haben! Ich wünsche Ihnen, dass Sie es schaffen, Ihre Ängste zu besiegen. Alles Gute für Sie!!!

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    • Sehr gut!!
      Wir haben bzw. Bestreiten den gleichen Weg.
      Ich habe mich 2x selbst eingewiesen, weil die Angst und Attacken zu groß wurden. Unterm Strich hat es mir geholfen. Ich bin nun seit rund 8 Jahren auf einem guten Weg und genieße wieder das was ich habe. Mein Leben ist eigentlich toll und es gibt keinen Platz für den Typen Namens Angst….

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    • Wow, was für eine Geschichte. Du machst Mut, bleib dran, da wartet so viel auf dich, und du kannst ebensoviel erwarten. Danke für deine Story!

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  25. Sehr starke Worte eines starken Menschen für einen der ganz Starken – für Robert! Danke, dass Sie sein Freund waren! Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und natürlich auch Teresa Enke und ihren Liebsten alles nur das Allerbeste für die weitere Zukunft! Lasst uns Robert und Lara niemals vergessen! Herzliche Grüße aus Stuttgart

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  26. Danke Per fuer die wunderbaren Worte. Sie haben mich tief bewegt.

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  27. Dass Per Mertesacker ein ganz großer ist (und hier meine ich nicht körperlich ) hat er nicht nur durch sein vorbildliches, kollegiales Verhalten während der WM 2014 bewiesen, sondern mit dieser reflektierten und gleichwohl emotionalen Darstellung des Krankheitsbildes Depression noch unterstrichen! Danke für die ergreifenden Worte für Deinen Freund Robert Enke , aber auch für uns alle , die mitgelitten haben und mitleiden. Ich bin überzeugt, dass Per Mertesacker nach seiner großartigen Fußballkarriere noch viel mehr leisten wird und der Gesellschaft etwas zurückgeben wird. Schön, dass es Fußballer gibt, die nicht nur den Ball ⚽️ im Kopf haben, sonder vieles mehr!!! Danke Per

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  28. Danke, ich bin durch einen Zufall hier heute hingekommen.
    Ich such(t)e nach einem Anker / Hoffnungsschimmer für meine dunklen Stunden und eine bevorstehende Reha (Psyche)..und habe in einer Suchmaschine einfach mal Depression offen darüber reden eingegeben. Und nun bin ich hier und das genau am Todestag von Robert Enke. Zufall? Gewiss. Darum erst recht: Danke für ihre Zeilen.

    Wobei woher kommt Depression. Meine Blutwerte sind immer erhöht im Bereich Entzündungszeichen…da gibt es Forschungen zu…

    Ich kämpfe gerade sehr mit mir und schreibe und lösche und schreibe und lösche wieder meinen Text. Leider scheint mir das System auch zu schwächeln, wenn ich offen darüber rede und doch keine Hilfe bekomme (Ärzte…) und ich mich selbst dann einweisen lassen muss um eben einen Suizid zu verhindern. Hätte mich jemand ernst genommen, hätte ich Informationen bekommen um eben zum Beispiel eine Tagesklinik (Wartezeit 4-10 Wochen, nur!) oder eine andere Anlaufstelle genannt bekommen. So gab es nix außer Sprüche oder später dann Listen von Psychotherapeuten bei deinen 90 % keine Therapie wie für mich nötig anboten und von den die übrig blieben habe ich 40 Stück angeschrieben (teilweise 1 Stunde mit dem Auto entfernt). Ich bekam genau 2 Einladungen. 2(!), innerhalb eines Jahres. Die eine lehnte mich ab, weil zu komplex (ah ja, ich habe eine schwere Depression, Stress auf der Arbeit, Stress mit einem Kind und Schmerzen…ist das so ungewöhnlich für eine Therapeutin?), die andere da musste ich noch 9 Monate warten. 9 Monate die ich krank geschrieben wurde mit 1x im Monat einen Termin beim Psychiater der 20 Minuten Zeit für mich hat. Der Mann ist unbezahlbar gut, aber 1x im Monat 20 Minuten …div. Anmeldungen in anderen Kliniken werden abgelehnt, sehr bedauerlich.
    Jetzt hat mich meine Krankenkasse zu einer Reha verpflichtet. Ich versuche es positiv zu sehen und doch ärgere ich mich, da ich aus meinem Umfeld herausgerissen werde (Theraphie frisch begonnen, frisch Umgezogen…) und das diese mir fremden Menschen beurteilen ob und wie gesund ich bin. Ich habe enorme Angst davor, dass ich nach der Reha als Gesund gelte, weil ich nicht immer zeigen kann / möchte wie es mir geht und eben ein „Arbeitstier bin“ und Aufgaben die mir gestellt werden erledige. Und niemand käme bei mir auf die Idee das ich depressiv bin, wenn ich mich nicht öffne oder eben manchmal auch nicht öffnen kann. Kurz vor meinem Zusammenbruch habe ich ein Gespräch mit meiner Vorgesetzten gehabt, die mich für meine ausgeglichene, fröhliche, hilfbereite Art, meinen Fleiß, meine schnelle Aufassungsgabe…und so weiter lobte. Das sie hofft, dass ich die Kollegen mitreißen kann …–>das hat mich gefreut und gleichzeitig ist mir klar geworden, man sieht es mir nicht an. Ich dachte doch, alleine wegen meiner Wortwahl und meiner Einträge in den Akten (Medizin)…die zunehmend rot markiert waren, weil ich frustiert war, dass sich nichts ändert.
    Zu Hause war ich wirklich sichtbar depressiv, aber was „soll der Partner machen“, außer zuhören und Wege anbieten /begleiten.
    Es ist bedauerlich für meine Familie & Kollegen. Aber ich kann es nicht ändern. Ich bin krank und teilweise sogar lebensbedrohlich krank. Das muss man als Außenstehender nicht verstehen, aber jemand der freiwillig in eine Psychiatrie geht als faulsche Sch+ein zu betitel oder das Thema komplett zu ignorieren (ach Hallo, Glückwunsch zum Geburtstag, nach wo bist du denn…ach guck an Tante Ernas Cousine davon die Schwester die hat….und der Tony hatte einen Herzinfarkt da war ich tagelang am Krankenbett…)…und nichteinmal eine Postkarte / SMS / Mail zu senden oder zu beantworten. Schäbig von manchen Menschen. Vor anderen musste ich mich schützen, die wollte ich nicht zu Besuch habe, um genau zu sein, außer Mann und Kind niemand. Das wurde mir auch übel genommen. Hätte ich Krebs wäre das für die Anderen einfacher, wobei auch das ist oft lange nicht sichtbar oder Diabetes oder so. Ein gebrochener Arm, ein Autounfall sowas …aber Depressionen…könnte ja ansteckend sein oder wenn man es anspricht, weint sie und ich weiß nicht was zu tun ist oder oder oder?

    Ich hoffe das der Beitrag „die Erinnerung an einen Freund“ viele Menschen lesen und das die Robert Enke Stiftung weiterhin so tatkräftig ist. Da geht mein Dank an Teresa Enke. Ich habe damals vor 8 Jahren fassungslos die Nachrichten gehört und auch das Interview von Frau Enke tränenreich angesehen.

    3 Stunden später sende ich die Zeilen ab und hoffe auf Seelenfrieden und Gesundheit und wünsche das allen anderen Menschen auch.

    Gruß
    Ella

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    • Liebe Ella.
      Deine Zeilen haben mich sehr bewegt. Auch ich wusste nicht an wen ich mich wenden kann.
      Ich leide seit 4 Jahren unter dieser Krankheit.
      Auch ich weiß wie das ist nach außen hin fröhlich und normal zu erscheinen und nur der Partner alles mit bekommt. Und das darunter eine Beziehung sehr leidet. Nach außen hin funktioniert man nur. Man hat gute und schlechte Tage. Ich wünsche dir das die Reha hilft. Nimm sie als Chance. Hab keine Angst davor. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Kraft und alles gute für deine Zukunft.
      Alles Liebe Sonja

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    • Liebe Ella,
      eine Kollegin/Feundin hat einen Teil ihres Weges schon geschafft. Sie begann mit einer Therapie und machte dann eine Kur. Diese Kur hat ihr sehr geholfen. Aktuell geht es ihr gut – von Migräneanfällen mal abgesehen. Natürlich hat sie weiterhin Gespräche. Aber ich bin mir sicher, sie schafft es.
      Ihnen wünsche ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg. Gesundheit und liebe Menschen, die sie auf ihrem Weg begleiten und ihnen den Rücken stärken.
      Herzliche Grüße
      Petra

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  29. I remember & share in this loss. Will continue to send positive feelings to all touched by this tragedy. Lest we not forget: we are still here & there is happiness for us to experience. I want to, & want all of us to have such happiness. It is how I mark this anniversary, it is my way of grieving & remembering R.E.

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  30. Danke + Klasse Per Merteseacker! Ein schöner Kommentar – eine schöne Erinnerung an Robert Enke . Und auch toll, welchen Weg Du jetzt in dieser Nachwuchsförderung gehst. Ja es ist so. Jeder Gewinner hinterlässt oft auch Verlierer. Manchmal müssen wir uns daran erinnern, was es gilt zu gewinnen. Den Titel, den Menschen oder sogar die Menschen?!
    Und wieviel Energie haben diese jungen Menschen, von denen du schreibst, bis 16/18 investiert, um so weit zu kommen und dann in ihrem Traum „nicht gebraucht“ zu werden? Da braucht es Hilfe und Orientierung. Schön wenn es Sie gibt.

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  31. Danke an Tessa !
    Danke an Per und allen anderen die sich für diese Arbeit einsetzen !
    Ich selber leide an Depressionen und hab schon einige tiefe Täler überwunden. In Moment geht es mir gut .
    Eure Arbeit ist so wichtig für uns !!

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  32. Lieber Per Mertesacker,

    danke für diesen wunderbaren Beitrag. Als ehemaliger Fussballer kann ich sehr gut deine Begegnungen mit Robert Enke im Verein und der Nationalmannschaft nachvollziehen.
    Genauso gut kann ich mittlerweile auch Psychische Probleme und Psychosomatische Störungen nachvollziehen, da meine Frau seit 13 Jahren eine Praxis leitet die u.a. sich mit diesen Themen beschäftigt.
    Ich wünsche dir, lieber Per Mertesacker, alles gute für deine neue Aufgabe, als auch der Robert Enke Stiftung viel Erfolg bei ihren zukünftigen Handeln. Gottes Segen für Sie alle.

    HERZLICH(S)T
    Klaus

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  33. Super einfühlsam geschrieben Per, so Menschen wie du müsste es viel mehr geben im fussballgeschäft,viel Erfolg in deinem neuen Job in Arsenal.

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  34. Sehr schöner Beitrag. Sehr gefühlvoll und treffend geschrieben.
    Leider ist auch heute noch das Verständnis für diese Krankheit sehr gering, deshalb ist die Arbeit der Stiftung um so wichtiger.
    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.

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  35. Lieber Herr Mertesacker, vielen Dank für den Beitrag. Gut, dass Sie daran erinnern. Sehr schade, dass trotzdem jährlich zu viele Menschen nur den Ausweg Suizid kennen. Mein Vater hat sich vor 4 Jahren umgebracht und unsere Familie komplett überrascht, er lebte jahrelang mit Depression – welches wir wussten – und war trotzdem vor seiner Tat ein freulicher und kontaktfreudiger Mensch. Hätte er nochmal die Wahl, bin ich mir sicher, hätte er es gelassen und würde jetzt anstatt mit seinen Enkeln spielen, die Ihren Opa nie kennengelernt haben…

    Warum begehen in Deutschland pro Jahr 10000 Menschen Selbstmord? Warum ist dieses Thema nicht täglich in den Nachrichten? Es besteht eine irgendwie allgemeine Verdrängung des Themas, und ich finde dies Schade.

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  36. Moin! Sehr gute Worte, lieber Per Mertesacker. Wir waren mit unserem HSV bei Roberts letztem Spiel. Ein paar Tage später hat uns die Nachricht seines Freitodes zutiefst erschüttert. Da wusste ich noch nicht, dass eine ähnliche Diagnose einmal auf mich zutreffen würde. So begann ich zu lesen und ein wenig zu recherchieren. Und mich nun aus anderer Perspektive an Robert Enke zu erinnern. Heute ist klar, dass man Gelassenheit und Glück teilweise lernen kann. Dem Hamsterrad zu entfliehen, bedarf aber täglicher Übung. Freunde, Vertraute oder Partner sind dabei ein unersetzbare Anker. – Ich denke immer wieder an Robert. Max.

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  37. Ein grosses “ Danke.“ fuer den Bericht.. A „Big thank you“ for the Report.❤️❤️❤️. RIP Robert.

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  38. Sehr schön geschrieben Per,dein Brief kommt aus dem Bauch und von einem ehrlichen Charakter.
    Solch einen Freund wünscht man sich .

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  39. Ich finde es sehr schön ,das sich viele ehemalige Spieler an Robert Enke erinnern .
    Das ist heutzutage selten .
    Es muss erst immer was geschehen , ehe man
    sich für andere Interessiert .
    Wenn man Freunde hat ,die Einem zuhören das ist Gold wert .

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  40. Sehr geehrter Herr Mertesacker,

    ich finde es super, dass Sie auf diese Weise an den Todestag von Robert erinnern. Als ich damals von dem so furchtbaren und tragischen Ereigniss erfuhr, wusste ich sofort, dass er unter Depressionen litt. Denn leider kämpfe, oder ertrage ich mit Medikamenten und Psychotherapie seit, heute 17 Jahren, Depressionen mit unterschiedlich starken Phasen. Mein Sohn hat mit ihm im Nachwuchsbereich in Jena gespielt, sie sind im Alter nur ein Jahr auseinander. Mein Schwiegervater hat Robert auch für eine „bestimmte“ Zeit trainiert. Schon aus diesen Gründen, hat mich sein Tod damals , wie auch heute immer noch , sehr tief berührt. Mein Sohn hatte die Biographie von Robert geschenkt bekommen und ich habe diese mit sehr vielen Emotionen gelesen und förmlich verschlungen. Durch meine eigenen , leider langjährigen, Erfahrungen musste ich aber zu der Erkenntnis gelangen, dass Niemand, der nicht selber von Depressionen betroffen ist, diesen „Zustand“ und die damit einhergehenden Empfindungen und „Einschränkungen“, nur annähernd nachempfinden kann. Auch wenn es nicht richtig war, aber ich kann Robert sehr gut verstehen.
    Ich freue mich aber für ihn, dass sich so viele Menschen und eben auch Weggefährten von ihm , an diesem Tag an ihn denken und erinnern. R.I.P. Robert und Tochter

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  41. Danke für diesen Beitrag Per Mertesacker und viel Glück und Erfolg in London.

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  42. Danke Per. deine Worte gehen unter die Haut. Allen die an dieser Krankheit leiden, wünsche ich viel Kraft und einen Weg da raus zu finden.

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  43. Sehr schön geschrieben Herr Mertesacker!“. Vielen Dank!

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  44. Wunderbarer Beitrag! Wir alle sollten schätzen was wir haben und dankbar sein wenn wir gesund sind!

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  45. Da kommen Erinnerungen hoch. Bin seit fast 5 Jahren selbst mit Depressionen konfrontiert. Habe den Selbstmord meiner damaligen Partnerin erleben müssen. Ich kann es so bestätigen. Man bekommt es einfach nicht mit, wenn der Gegenüber es nicht will. Konnte diesen Text von Per nicht am Stück lesen, weil ich mit den Tränen zu kämpfen hatte. Und trotzdem wird es nach wie vor von vielen einfach als Schwäche gesehen.

    Rest in peace
    Robert Enke

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  46. Ganz schöne Wort auch ich leide an diese scheiß Krnkheit. Mit Gespräche und die richtigen Medikamenten komme ich einogermaßen durch den Tag.

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  47. Danke, Per!
    Danke, Teresa!
    Dankbar für’s Erinnern.
    Dankbar für den Kampf gegen Depression und allen Begleitumstände, die diese Krankheit auslösen können.
    Immer wieder der Kloß im Hals und Tränen in den Augen, aber dennoch sehr dankbar!

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    • Diesen Worten möchte ich mich anschließen. Alles Gute für Sie und weiterhin viel Kraft für Frau Enke.

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  48. Wow, solche Worte von Fussballern überraschen nun doch. Glatte eins, Per. Bitte so weitermachen, auch im neuen Job, wünsche alles Gute hierfür.

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  49. Danke lieber Per für diese Einblicke in eure Freundschaft und deine Denkweisen dazu!
    Mich hat es damals auch getroffen wie ein Stich durchs Herz. Ich war zu der Zeit selber betroffen und musste ums Überleben kämpfen. Von daher hat mich die Nachricht sehr getroffen. Der Tod von Robert hat bei mir dazu geführt, dass ich zeigen wollte, dass es möglich ist aus solch einer schweren Krankheit wieder herauszukommen. Er hat meine tiefsten Kräfte aktiviert. Und ich habe es wirklich geschafft!
    Beim Lesen dieses Artikels empfinde ich ein sehr tiefes: DANKE ROBERT!!
    An alle die, die das hier lesen: Du kannst es schaffen!!

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  50. Ein schöner Beitrag zum 8.Todestag von Robert Enke.. Depressionen sind schlimm und meistens tödlich, weil sich im Innern dieser Menschen viel verändert. Hineinschauen ist kaum möglich..nach außen fröhlich und innerlich zu Tode betrübt.. gerade die Monate November/Dezember/Januar sind gefährlich für depressive Menschen.. Dir alles Gute und viel Erfolg bei Deiner zukünftigen Tätigkeit. Gruß Hans-Jürgen (Schiedsrichter)

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    • Sehr geehrter Herr Gurtowski,

      Sie bringen es auf den Punkt!!!

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  51. ´Mit den Tränen in den Augen denke ich heute mit meiner Familie an Robert und danke ihm, Teresa und dieser wundervollen Stiftung für ihre Hilfe.
    Super, dass Per einen Doppelpass mit gespielt hat. Klasse!

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  52. Es hat mich damals tief berührt als ich von Robert Enkes tot erfahren habe. Damals habe ich zum ersten Mal von Krankheit Depression gehört. Jahre später habe ich durch den Selbstmord meines Onkels der ebenfalls an Depressionen litt erfahren , was es heißt einen nahe stehenden Menschen durch diese Krankheit zu verlieren.
    Leider ist es offensichtlich das es im Leistungssport immer noch so ist das nur die stärksten und besten durchkommen. Wer Fehler macht hat verloren . Oder er wird gnadenlos ausgepfiffen und beleidigt siehe bsp Timo Werner.

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  53. Wirklich gut geschrieben, Per! Ich hoffe, dass du damit ein paar Menschen erreichen kannst, die selbst an Depressionen leiden. Denn gerade jene müssen umso mehr das Gefühl bekommen, da in der weiten Welt, da gibt es viele, die unterstützen mich und die mögen und schätzen mich.
    Ich persönlich als großer Fan der Nationalmannschaft war selbst erschüttert über Robert Enkes plötzlichen Tod. Ich hätte ihn gerne als Nummer 1 bei der WM gesehen. Gerade aufgrund seines Erfolges als Nummer 1 ins bevorstehende WM Jahr zu gehen, war es erschreckend zu sehen, was er getan hat. Doch das zeigt gleichzeitig auch, dass ihn gerade dieser Trubel in der Öffentlichkeit zu Schaffen gemacht hat und er nicht wirklich glücklich über seine Situation war. So etwas gilt es zu verändern, um solche Todesfälle zu vermeiden!
    In dem Sinne hoffe ich, dass uns Robert Enke noch lange im Gedächtnis bleibt!

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  54. Wahnsinnsworte , die unter die Haut gehen….
    Ich bewundere Roberts Frau, den Verein und auch euch Fußballhelden/starke Kerle, die sich offen zu diesem Thema äußern, denn es ist nach wie vor ein großes Tabuthema…Danke und weiter so, viel Kraft!!!

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  55. Klasse Beitrag Herr Mertesacker,
    Ich war damals auch sehr betroffen. Teresa Enke sprach mir damals aus dem Herzen, als sie offen über ihre Gemütslage am nächsten Tag vor der Presse sprach. Genau so hatte ich mich gefühlt, weil mein inzwischen verstorbener Ehemann wie Robert an Depressionen litt und Außenstehende nichts mitbekamen.

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  56. Sehr schön geschrieben, danke! Die Nachricht von Roberts Tod erreichte mich ein halbes Jahr nach dem Selbstmord meiner damaligen Schwiegermutter in spe. Auch sie hat sich vor einen Zug geworfen. Auch sie war ein starker und fröhlicher Mensch. Eine eigene Therapie hat mir geholfen, das ganze zu verstehen. Es ist wichtig, das Thema Depressionen zu enttabuisieren. Deshalb danke für das Engagement von all jenen, die dazu beitragen.

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  57. Lieber Per Mertesacker,

    Du bist ja ein Großer…
    Aber für mich bist Du heute noch einmal gewachsen.
    Danke für Deine Zeilen.
    Sie treffen genau.

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  58. Ein sehr sehr guter Beitrag,lieber Per ! Ich selbst bin nicht erkrankt,habe aber diese Krankheit in meinem privaten und beruflichen Umfeld und es ist nicht einfach,damit umzugehen. Als Angehörige kommt man selber an Punkte,wo man denkt,Ich kann nicht mehr….wie soll ich weiter helfen….wo schöpfe ich neue Kraft? Ich danke dir für deine Worte. LG aus Hannover! Und auch dir weiter viel Kraft für deine Aufgaben….aktuelle und kommende!

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  59. Toll beschrieben, bin selbst von Depressionen betroffen. Ich habe gelernt, damit offensiv umzugehen und weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Da ich ja ein Jenaer bin, muss ich immer wieder an Robert Enke denken. Sein Tod hat mich damals überrascht und getroffen, ich konnte es kaum glauben.
    Nun ist viel Zeit seitdem vergangen.
    Er bleibt in meiner Erinnerung,
    Für mich war er der Beste.

    Antworten

  60. Toll beschrieben, bin selbst von Depressionen betroffen. Ich habe gelernt, damit offensiv umzugehen und weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Da ich ja ein Jenaer bin, muss ich immer wieder an Robert Enke denken. Sein Tod hat mich damals überrascht und getroffen, ich konnte es kaum glauben.
    Nun ist viel Zeit seitdem vergangen.
    Er bleibt in meiner Erinnerung,
    Für war er der Beste.

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  61. Zutiefst berührt. Selbst betroffen. Und dankbar, dass ich bisher diese Krankheit überleBt habe.

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    • Sehr geehrte Mona,

      es tut mir, als selbst Betroffene, auch sehr leid für Sie. Sie formulieren aber eine Aussage sehr treffend: „….dass ich bisher diese Krankheit überlebt habe!!!“ Weiterhin viel Kraft für Sie. Ich weiß, wovon Sie sprechen.

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  62. Danke Per Mertesacker,
    als Hannoveraner, der in der Diaspora lebt, weiß ich noch, wie ich in Kiel von Robert Enkes Selbstmord hörte. Ich war geschockt und dann liefen mir die Tränen. Noch heute hängen die Poster von Robert Enke in der Kochküche, das Trikot im Schlafzimmer, einfach so. Das Wichtigste jedoch: Ich steckte damals in der Therapie. Keine Depression, aber eine Verstimmung. Ich bin dran geblieben, obwohl uns Männern das sehr viel schwerer fällt als Frauen, auch statistisch. Jeder Gang zu der Therapeutin war ein Kampf mit dem Gefühl „oder doch lieber Kaffee trinken gehen?“ Nun gut, ich habe damals viel an Robert Enke gedacht und es hat mir geholfen am Ball zu bleiben. Ich hoffe, dass die Stiftung ihre wichtige Arbwit ausdehnen kann.

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  63. Pingback: PER MERTESACKER: „Erinnerungen an einen Freund“ - Die Robert-Enke-Stiftung

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